Die Wellen tanzen müde und seicht,
als die Sonne ihren Zenit erreicht
und ich, ich stehe verloren im Sand
mit Rosen und Geistern an meiner Hand.

Jene Blumen, gerade eben dem Boden entrissen,
lassen mich unter stechenden Dornen stetigen wissen,
dass auch die Schönheit jener verwelkenden Blüte,
sich noch nie um meine blutenden Wunden bemühte.

Und auch die Geister zu meinen beiden Flanken,
die sich schüchtern für mein vergossenes Blut bedanken,
erinnern mich in ihrer Schwerelosigkeit ständig daran,
dass man das, was man sieht, nicht immer auch greifen kann.

Also ignoriere ich seufzend die Illusionen zu meinen Seiten
und konzentriere mich streng auf des Meeres stolze Weiten
und als ich der sinkenden Sonne meine Blicke schenke,
ertappe ich mich dabei, wie ich an den Mondschein denke.

Denn tanzen die Wellen schon wieder müde und seicht
um den Horizont, der einem Gemälde gleicht,
darunter zerbricht meine eigene Wenigkeit,
stumm unter den tristen Zeichen der Zeit.

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