Stürme in den Augen

fremde Gezeiten,

verliefen sich jene Wellen

in unerforschten Weiten?

Verirrten sie sich absichtlich

in dem Labyrinth,

in dem Wände Türen

und Türen Wände sind?

Ist aus der Wunde

im Laufe der Zeit

überhaupt jemals

eine Narbe gedeiht?

Oder hat das Salz in den Wunden

ihre Heilung vertagt,

hat selbst das mutige Blut

in den Adern verzagt?

Orkane in den Augen,

wildfremde Gezeiten

verliefen sich jene Herzen

in todbringenden Weiten?

Sind jene Ausgänge

doch nur falsche Türen,

die schließlich nur

zu neuen Anfängen führen?

Sind all jene Wunden

nur von Narben übersät,

weil in den Tiefen der Nacht

ein eisiger Wind weht?

Ist dieses einsame Herz

der Einsamkeit leid,

nagt an ihm schon jetzt

der Zahn der Zeit?

Apokalypsen in den Augen,

verheerende Gezeiten,

verliefen sich jene Seelen

in den versengten Weiten?

 

Erloschene Kerzen,

verbrannte Herzen.

Beruhigendes Meer,

stürmisches Heer.

 

Erloschene Augen

verwesende Gezeiten,

erhängte sich die Hoffnung

unerkannt zwischen den Seiten?

Advertisements