Figur meiner gebrochenen Imagination

im Labyrinth der erloschenen Augen

verletzlich kauernd auf gläsernem Thron

unter tickenden Uhren und stechendem Hohn.

Phantom des Regens, Schatten in der Nacht

Geist des Winters und schweigsame Pracht

sprich zu mir, persönlich, unter fünf Augen

bin ich es der schläfrig dein Lächeln bewacht?

Bist du vielleicht meine eigene, kleine Utopie?

Oder meine leichtfüßig tanzende Melodie?

Bist du der Geier über meiner verwesenden Seele?

Bist du weshalb ich mich im dunklen quäle?

Nun zeige dich endlich, tritt heraus aus der Gischt

hörst du wie hinter uns der Taipan zischt?

Siehst du nicht wie der Horizont einsam weint?

Und wie sich unser Blut im kühlen Wasser vereint?

Sag mir, hat auch dir der Winter die Hände versengt?

Haben dich Lämmer und Esel in die Ecke gedrängt?

Bist du nur eine Reflexion im Spiegel meines Seins?

Gehörst du zu mir oder sind wir zusammen allein?

Bist du es, der mit Gewalt die eisernen Gitter zerbricht?

Oder bin es nur ich, der alleine zu sich selber spricht?

Bleibe hier, laufe nicht davon und fürchte dich nicht

denn bist du nur ein Schatten in unserer gemeinsamen Sicht.

Ich habe unendlich viele Fragen, die ich gedenke zu stellen

Sofern ich sie nicht verliere, in des Traumes Wellen.

Nun sing mir ein Schlaflied und verschließe meine Lider

denn wird mir die Morgensonne langsam zu wider.

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